Unión de Santa Fe reist für das Rückspiel in der Copa Sudamericana nach Ecuador. Um mit der Atmosphäre zurechtzukommen, bietet der Klubarzt Viagra an.

Das argentinische Team Union de Santa Fe hat mit einer ungewöhnlichen Maßnahme für Erfolg sorgen wollen. Beim Spiel gegen Independiente del Valle bot Klubarzt Santiago Calvo seinen Spielern des Potenzmittel Viagra an.

Der Grund: Das Rückspiel der 1. Runde in der Copa Sudamericana (Pendant zur europäischen Europa League) fand im ecuadorianischen Quito statt, auf 2.850 Meter Höhe.

"Es gibt zwei Gründe, warum die Höhe den Spielern Probleme mit der Luft macht. Auf der einen Seite gibt es weniger Sauerstoff. Dafür haben wir Sauerstoff-Masken, die wir vor dem Match, in der Halbzeit und danach benutzen", erklärte der Doktor dem Radiosender Sol 91.5. "Der andere Grund ist der Druck durch die Atmosphäre. Diese sorgt für eine Gefäßverengung, die Arterien rund um die Lunge werden kleiner."

Union de Santa Fe verspielt Hinspielsieg

Dadurch könnten die Spieler weniger Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid austauschen. "Hier kommt Viagra ins Spiel. Es weitet die Blutgefäße rund um die Lunge aus", erklärte Calvo. "Niemand muss die Tabletten nehmen, aber sie ist nicht verboten."

Der Gebrauch des Potenzmittels nutzte übrigens nichts: Unión de Santa Fe verspielte den 2:0-Hinspielsieg, unterlag mit 0:2 in Ecuador und verlor in der Nacht auf Donnerstag nach Elfmeterschießen.

2017 benutzte übrigens auch das argentinische Nationalteam Viagra, als die Albiceleste im bolivianischen La Paz spielte.